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Agenturvertrag prüfen: Laufzeit, Kündigung und die wichtigste Frage — wem gehört das Google Ads Konto?

Agenturvertrag prüfen: Laufzeit, Kündigung und die wichtigste Frage — wem gehört das Google Ads Konto?

Editör · 18. August 2026

Der Moment, in dem man einer neuen Agentur zusagt, ist meist von Vorfreude geprägt — der Vertrag selbst wird dabei oft nur überflogen. Genau das rächt sich später häufig, wenn die Zusammenarbeit endet und plötzlich unklar ist, wem eigentlich was gehört.

Beginnen wir bei Laufzeit und Kündigung: Viele Agenturverträge enthalten Mindestlaufzeiten von oft sechs bis zwölf Monaten sowie eine automatische Verlängerung, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird. Kündigungsfristen liegen häufig bei ein bis drei Monaten vor Vertragsende — die genauen Fristen sind aber immer vertragsindividuell und sollten vor Unterschrift konkret nachgelesen und im Kalender vorgemerkt werden, damit die automatische Verlängerung nicht überraschend zuschlägt.

Ebenso wichtig ist die Frage, was am Ende der Zusammenarbeit tatsächlich übergeben wird: Erhalten Sie Zugriff auf alle Rohdaten, den bisherigen Content-Plan und vollständige Reportings, oder bleibt das Wissen bei der Agentur? Ein seriöser Anbieter regelt diese Übergabe bereits im Vertrag, nicht erst im Streitfall.

Der mit Abstand kritischste Punkt betrifft aber das Google-Ads-Konto. Das Werbekonto sollte grundsätzlich immer dem Unternehmen selbst gehören — eingerichtet über eine unternehmenseigene E-Mail-Adresse, mit einer auf das Unternehmen laufenden Zahlungsmethode. Die Agentur erhält lediglich Zugriff über ein sogenanntes Verwaltungskonto (MCC), über das sie Kampagnen verwalten kann, ohne dabei Eigentumsrechte am Konto selbst zu erhalten. Besitzt stattdessen die Agentur das Konto formal selbst, wird die Übergabe bei einer Trennung schwierig — ob und wie die Daten herausgegeben werden, hängt dann vom Vertrag und der individuellen Vereinbarung ab, und Sie geraten in eine unnötige Abhängigkeit.

Diese Logik gilt keineswegs nur für Google Ads. Prüfen Sie bei jeder Zusammenarbeit, wer als Inhaber bei Google Analytics und der Search-Console-Property hinterlegt ist, auf wessen Namen die Domain registriert ist, wer den Admin-Zugang zum Content-Management-System hält und wem die Zugänge zu Ihren Social-Media-Kanälen gehören. Überall gilt derselbe Grundsatz: Zugriff für die Agentur ist normal und notwendig, Eigentum gehört ins Unternehmen.

Am besten stellen Sie diese Fragen bereits im Erstgespräch explizit: "Wem gehört das Konto beziehungsweise die Domain nach Vertragsende, und wie läuft die Übergabe konkret ab?" Lassen Sie sich die Antwort schriftlich im Vertrag festhalten — eine seriöse Agentur hat mit dieser Frage kein Problem, denn sie ist branchenüblich und schützt am Ende auch die Agentur vor Missverständnissen.

Werfen Sie zusätzlich einen Blick auf weitere Klauseln: Ist der Reporting-Rhythmus vertraglich fixiert, oder bleibt er unverbindlich? Gibt es Exklusivitätsklauseln, die Sie an einen einzigen Anbieter binden? Und wie ist die Haftung bei nachweislichen Fehlern geregelt? Diese Details entscheiden oft mehr über die Qualität der Zusammenarbeit als der Preis auf der ersten Seite des Angebots.

Agenturen mit transparenten Vertragsbedingungen und echten Kundenbewertungen finden Sie in unserem Verzeichnis — fragen Sie im Erstgespräch gezielt nach den hier genannten Punkten.

Häufige Fragen

Wem sollte das Google-Ads-Konto gehören — mir oder der Agentur?

Immer Ihnen: Das Konto sollte über Ihre eigene Unternehmens-E-Mail und Zahlungsmethode laufen. Die Agentur erhält Zugriff über ein Verwaltungskonto (MCC), ohne Eigentumsrechte zu bekommen — so bleiben Sie bei einem Wechsel unabhängig.

Was passiert, wenn die Agentur das Google-Ads-Konto formal selbst besitzt?

Dann kann die Übergabe bei einer Trennung schwierig werden. Ob und wie Daten und Zugriff herausgegeben werden, hängt vom Vertrag und der konkreten Kontostruktur ab — deshalb sollte das vorab geklärt und schriftlich festgehalten werden.

Wie lange sind Agenturverträge üblicherweise gebunden?

Mindestlaufzeiten von sechs bis zwölf Monaten mit automatischer Verlängerung sind verbreitet, die genauen Fristen sind aber immer vertragsindividuell. Lesen Sie die Kündigungsfrist vor Unterschrift genau und merken Sie sich den Termin vor.

Welche weiteren Zugänge sollten mir gehören statt der Agentur?

Domain-Registrierung, Google Analytics und Search-Console-Property, CMS-Admin-Zugang sowie Social-Media-Accounts. Die Agentur bekommt Zugriff, das Eigentum bleibt beim Unternehmen — bei jedem dieser Punkte gilt dieselbe Regel.